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Erste urkundliche Nennung – Velgau wird St. Stefan

1373 findet sich die erste urkundliche Erwähnung im Zehentverzeichnis: „in sand Stephans Pfarr“ (hier fällt auf, dass Sankt Stefan als Pfarre bezeichnet wird). P. C. Brandtner dazu genauer im Pfarrblatt 1990-3: “… im Seckauer Lehensbuch. Darin ist verzeichnet, wie im Jahre 1373 Fridrich der Wolf zu Graz … zwai Tail des Hierszehent … in sand Stephans Pfarr erhält.”
2022 haben wir vom Diözesanarchiv eine Fotokopie des Deckblatts und der Seite mit der ersten Erwähnung erhalten.

1373 findet sich die erste urkundliche Erwähnung im Zehentverzeichnis: „in sand Stephans Pfarr“ (hier fällt auf, dass Sankt Stefan als Pfarre bezeichnet wird). P. C. Brandtner dazu genauer im Pfarrblatt 1990-3: “… im Seckauer Lehensbuch. Darin ist verzeichnet, wie im Jahre 1373 Fridrich der Wolf zu Graz … zwai Tail des Hierszehent … in sand Stephans Pfarr erhält.”
2022 haben wir vom Diözesanarchiv eine Fotokopie des Deckblatts und der Seite mit der ersten Erwähnung erhalten.

Von dort weg verdrängt der Name der Kirche St. Stephan den Namen Velgau als Bezeichnung für den Kirchenweiler. Auch 1390 (Im Marchfutterverzeichnis des Landesfürsten) wird “sannd Steffan ob Endricz” angeführt. Das Gebäude Kirche wird 1395 erstmals erwähnt.


 

Pfarrgült und Kirchengült

Von 1449 war bekannt, dass in einer Urkunde Gratkorn das erste Mal erwähnt worden ist. Neuerliche Untersuchung dieser Urkunde hat ergeben, dass diese Urkunde vom Pfarrer Hans Nötter ausgestellt worden ist, da das adelige Ehepaar Lengheimer seine Hube in Brunn als Pfarrhof stiftet. Der Pfarrer wird damit, so wie die Pfarrer anderer Pfarren ein Grundbesitzer (Grundherrschaft Pfarrgült St. Stefan). Es werden auch Zechleute der Kirche erwähnt, die für das vorhandene Vermögen der Kirche (Grundherrschaft Kirchengült St. Stefan) zuständig sind. Neben der Stiftung der Lengheimer wird in Visitationsprotokollen auch eine bislang nicht bekannte Stiftung durch die Grafen von Montfort erwähnt.

 Der Archidiakon in Gratwein könnte das Vogtreicht erworben haben, was wohl zu der Deutung geführt haben könnte, dass St. Stefan eine Tochterpfarre sei, was nicht sein kann, da ja das Kirchenpatronat beim Erzbischof von Salzburg bleibt.
Ab 1587 errichtet Pfarrer Michael Kuhlbmaier einen neuen Pfarrhof neben der Kirche (alter Teil des heutigen Pfarrhauses).
Die Pfarrgrenzen bilden sich heraus und sind schon fast die heutigen, außer geringer Verschiebungen in Friesach und dass die Pfarre im Süden bald nach dem Dultbach an der damals bis hierher reichenden Pfarre St. Veit endete.


Stiftspfarre St. Stefan

Ab 1605 sind die Pfarrer dann Zisterzienser aus Rein.

1607 wird die Pfarre Gratwein dem Stift Rein übergeben und mit Gratwein alle abhängigen Pfarren. Von St. Stefan heißt es allerdings im Visitationsprotokoll, dass die Pfarre 1607 per Vertrag und Tausch an das Stift gekommen ist, also per eigenem Vertrag und nicht als Teil einer Hauptpfarre Gratwein.

Seit 1630 werden die Matriken (Taufbuch, Hochzeitsbuch, Sterbebuch) geführt. Allerdings ist jeweils ein Buch verschollen. (Taufe 1645-1670, Trauung 1645-1739, Sterbebuch 1645-1684)

1650 wird das heutige Kirchenschiff im barocken Stil geschaffen. Der Kirchenbau hat heute spätgotische Elemente mit einer spätbarocken Einrichtung.

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DAGS_Bistumsarchiv_Lehensbuecher_des_Bistums_1373_Buchdeckel-640x1024.jpg

Deckblatt

DAGS_Bistumsarchiv_Lehensbuecher_des_Bistums_1373_S005-1024x863.jpg

Seite 5 der 3. Eintrag

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Seite 5 Detail


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